Wie wird Zöliakie festgestellt?

Wie wird Zöliakie nun festgestellt? Bei entsprechenden Beschwerden kann ein Arzt durch die Anamnese und eine körperliche Untersuchung erste Hinweise erhalten. Eine eindeutige Diagnose kann jedoch erst gestellt werden, nachdem eine endoskopische Untersuchung des Dünndarms (Magen- und Dünndarmspiegelung) durchgeführt wurde. Hierbei kann der Arzt eine Gewebeprobe (Biopsie) entnehmen, die auf Veränderungen untersucht wird - in diesem Fall, ob die Zotten der Darmschleimhaut sich abgebaut haben. Durch diese Untersuchung kann Zöliakie sicher festgestellt werden. Da allerdings der Kenntnisstand unter Ärzten zum Thema Zöliakie stark variiert, lohnt sich eine genaues Vorabgespräch. Hier kann man auch durchaus mal seinem Arzt unter die Arme greifen und auf das Infoblatt zur Diagnostik und Betreuung bei Zöliakie (Art-Nr. 0066) der DZG hinweisen.

Durch eine zusätzliche Blutuntersuchung können im Blut Antikörper nachgewiesen werden. Dieser Wert ist mit zunehmend geschädigter Schleimhaut höher. Weiterhin können über eine Blutuntersuchung auch begleitende Veränderungen wie Blutarmut, hervorgerufen durch einen Eisenmangel, ein Mangel an Vitaminen (besonders Vitamin B12, Vitamin D und Vitamin K) und Kalzium- und Kaliummangel und weiteren festgestellt werden.

Daneben gibt es auch noch spezielle Funktionstests, wie z.B. den D-Xylose-Test, bei dem geprüft wird, wie gut der Dünndarm Nährstoffe aufnehmen und verwerten kann. Ein Laktoseintoleranztest kann hilfreich sein, denn durch die Schädigung der Dünndarmschleimhaut kann auch die Verwertung von Milchzucker (Laktose) gestört sein, da nicht mehr eine ausreichende Menge des Enzyms Laktase gebildet werden kann, das normalerweise für den Abbau des Milchzuckers zuständig ist. So kommt es neben der Glutenunverträglichkeit auch zur sogenannten Laktoseintoleranz, die sich aber ebenso wieder zurückbilden kann, wenn sich der Darm erholt hat.

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