Was ist Zöliakie?

Zöliakie bezeichnet eine chronische, also dauerhafte, entzündliche Erkrankung des Dünndarms, bei der es zu einer typischen Schleimhautveränderung, der sogenannten Zottenatrophie, kommt. Die Ursache dafür ist eine Überempfindlichkeit gegenüber Gluten, einem Klebereiweiß das zum Beispiel in Getreide vorhanden ist und über die Nahrung aufgenommen wird.

Wichtig ist eine Unterscheidung von Zöliakie und der sogenannten Glutensensitivität. Menschen mit einer solchen Überempfindlichkeit gegenüber Gluten haben ähnliche Symptome wie Betroffene mit Zöliakie und profitieren von einer glutenfreien Ernährung. Die Darmschleimhaut weist jedoch keine Veränderungen auf und es sind auch keine Antikörper im Blut festzustellen.

Zöliakie ist auch unter der weniger geläufigen Bezeichnung "glutensensitive Enteropathie" bekannt. Der Begriff Enteropathie ist ein Sammelbegriff für nichtentzündliche Erkrankungen der Magen-Darm-Schleimhaut. Tritt die Erkrankung bei Erwachsenen auf, so spricht man von der einheimischen Sprue. Diese Begriffe sollen jedoch seit 2012 nicht mehr verwendet werden.

Was passiert bei Zöliakie im Darm?