Gäste mit Zöliakie - Eine kleine Herausforderung für den Gastgeber

Ich kann ein Lied davon singen, dass man Gastgeber mit seiner Zöliakie auch mal ganz schön in Verlegenheit bringen kann. Da gehört die Frage nach der Verpackung, die schon längst unten im Mülleimer liegt, um noch einmal einen Blick auf die Zutatenliste werfen zu können, noch zu den weniger unangenehmen Dingen. "Ja klar, kein Problem. Ach die hab ich schon weggeschmissen. Ja Moment, hab sie gleich. …"

Wesentlich nachhaltiger wird die ganze Situation, wenn z.B. die Hauptspeise oder wesentliche Bestandteile des Mahls kontaminiert sind. "Ach, so schlimm ist das? Ich kann Dir die Nudeln da jetzt aber auch raussuchen. Dann geht das doch. …" oder "Das war aber nur ein Löffel Mehl. Hm, das ist ja jetzt doof. Was passiert denn, wenn Du das trotzdem isst? …" hört man dann schon mal. Übrig bleibt da dann meist nur der Griff zum hoffentlich vorhandenen und nicht mit Croutons verunreinigten Salat oder die ganz gesunde Alternative - Apfel und Banane.

Auch wenn letzteres mit fortschreitender Zeit zum Glück immer seltener wird, gehört das trotzdem in den Bereich des Möglichen. Aber neben der guten Öffentlichkeitsarbeit einiger Verbände und Unternehmen, haben die Miley Cyruses und Novak Djokovics auch Ihren Anteil daran, dass immer mehr Menschen mit dem Thema etwas anfangen können.

Mal ganz im Ernst: Zöliakie ist eine Krankeit, die es verlangt, dass der Betroffene sich sein Leben lang glutenfrei ernähren muss. Bereits kleinste Mengen können zu Beschwerden führen; ganz zu schweigen von langfristigen Folgen. Gastgeber sollten sich daher schon die nötigen Gedanken machen und Gäste sich nicht scheuen das Thema offen anzusprechen.

Um Gastgebern einige Denkanstöße zu liefern, haben wir ein paar wichtige Aspekte einmal zusammengefasst, über die ein aufmerksamer Gastgeber zumindest einmal nachgedacht haben sollte, bevor er sich an die Vorbereitung einer Mahlzeit für Menschen mit Zöliakie macht.